Karriere bei der Hessischen Steuerverwaltung: Besser. Bei uns.

Ein Interview der Hessischen Steuerverwaltung mit der Regierungsdirektorin Anne-Kathrin Eisbach

Hessische Steuerverwaltung: Herzlich willkommen zu unserem „Besser. Bei uns.-Interview“. Uns interessiert, warum Sie sich aus der Justiz bei der Hessischen Steuerverwaltung als Führungskraft in einem der 35 hessischen Finanzämter beworben haben?

Anne-Kathrin Eisbach: Besonders interessant fand ich die vielfältigen Einsatzgebiete in der Hessischen Steuerverwaltung. Als Juristin oder Jurist steigt man direkt als Führungskraft ein, um neben organisatorischen Aufgaben eine vielseitige fachliche Arbeit im Steuerrecht vorzufinden.

In der Hessischen Steuerverwaltung gibt es verschiedene Einsatzgebiete – klassisch in einem der 35 Finanzämter in ganz Hessen oder in einer Oberbehörde in Frankfurt oder Wiesbaden. Vorherige steuerliche Kenntnisse sind nicht erforderlich, sondern werden in einem „Einführungsjahr“ – einer Art Trainee – umfangreich vermittelt. Eine weitere Option bietet sich in der Arbeit als Dozentin oder Dozent an der Fachhochschule in Rotenburg oder Frankfurt an, auch für Bereiche des Öffentlichen Rechts oder des Privatrechts.

Hessische Steuerverwaltung: Was unterscheidet Ihre frühere Arbeit als Richterin gegenüber der juristischen Arbeit in der Steuerverwaltung?

Anne-Kathrin Eisbach: An der Arbeit in der Hessischen Steuerverwaltung hat mich besonders der intensive Austausch mit Kolleginnen und Kollegen gereizt. Ich arbeite als Führungskraft und als Teamplayer. In der fachlichen Arbeit als Richterin ist man häufig als Einzelkämpferin unterwegs.

Hessische Steuerverwaltung: Wie können Sie Ihre Familie und ebenfalls Ihre Karriere unter einen Hut bringen und wie unterstützt die Hessische Steuerverwaltung Sie dabei?

Anne-Kathrin Eisbach: Die Hessische Steuerverwaltung bietet viele verschiedene Möglichkeiten für alle Beschäftigten, um Beruf und Familie zu vereinbaren. Zum Beispiel gibt es flexible Arbeitszeitmodelle in verschiedensten Abstufungen der Teilzeitarbeit. Darüber hinaus gilt Gleitzeit und es besteht die Möglichkeit zum Homeoffice.

Hessische Steuerverwaltung: Ist es richtig, dass Sie aktuell in Teilzeit beschäftigt sind?

Anne-Kathrin Eisbach: Ich arbeite 70%, das sind knapp 30 Stunden in der Woche. Hessische Steuerverwaltung: Und wie sehen Ihre Karrieremöglichkeiten aus, wenn Sie in Teilzeit arbeiten? Anne-Kathrin Eisbach: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir trotz meines Teilzeitanteils alle Möglichkeiten offenstehen. Gerade habe ich eine Stellenausschreibung für einen höherwertigen Dienstposten mit A 15 als Regierungsdirektorin gewonnen, was trotz meiner Teilzeit unbedenklich möglich war. Karriere bei der Hessischen Steuerverwaltung: Besser. Bei uns.

Hessische Steuerverwaltung: Sie waren ja auch in Elternzeit. Wie war Ihr Empfinden als Sie den ersten Tag wieder arbeiten waren?

Anne-Kathrin Eisbach: Natürlich war ich sehr gespannt, wie es sein wird. Vorher hatte ich anspruchsvolle Aufgaben, die mir sehr gut gefielen und die mich in vielerlei Hinsicht forderten. Ich merkte schnell, dass ich auch nach der Elternzeit und in Teilzeit Ansprechpartnerin für anspruchsvolle Aufgaben bin. Mir ist die gleichwertige Stelle erhalten geblieben.

Hessische Steuerverwaltung: Wie können wir uns einen typischen Arbeitstag bei Ihnen vorstellen?

Anne-Kathrin Eisbach: In der Regel starten wir mit einem Austausch unter den Sachgebietsleitungen. Gerne nutze ich morgens die ruhigere Zeit für die fachliche Arbeit an den Fällen. Im Weiteren bespreche ich mit den Sachbearbeiterinnen und Sacharbeitern verschiedene Fälle. Im Laufe des Tages stehen häufig auch Besprechungen mit den Betriebsprüferinnen und -prüfern oder der Amtsleitung an. Es ist eine gute Mischung von Arbeit fachlicher Art und der Arbeit mit Menschen.

Hessische Steuerverwaltung: Das Interview richtet sich an potenzielle Bewerberinnen und Bewerber, die sagen, dass ihnen der Job ebenfalls gefallen könnte. Was sollten Juristinnen und Juristen, die sich angesprochen fühlen, an Eigenschaften mitbringen?

Anne-Kathrin Eisbach: Ich würde sagen, sie sollten aufgeschlossen und teamfähig sein und die Kolleginnen und Kollegen unterstützen und motivieren wollen. Sicherlich gehört zu der Aufgabe auch die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und Entschluss- und Entscheidungsfreude zu zeigen. Zusammengefasst braucht man fachliches Interesse, um sich in einem Einführungsjahr in das Steuerrecht einzuarbeiten und eine hohe Sozialkompetenz.

Hessische Steuerverwaltung: Vielen Dank für das Interview.

 

Über die Interviewpartnerinnen: 

Anne-Kathrin Eisbach
Volljuristin und Sachgebietsleiterin
beim Finanzamt Wiesbaden II,
zuvor Richterin am Landgericht
in Hannover

Nastasja von Wiltberg
Ansprechpartnerin für Bewerbungen
am Hessischen Ministerium der Finanzen
E-Mail: karriere@hmdf.hessen.de