Wie oft gab es Bestnoten im Ersten Staatsexamen?

von Veronika Gebertshammer

In dieser Grafik zeigen wir Ihnen die Verteilung der Bestnoten im Ersten Juristischen Staatsexamen von 2019. Die Zahlen stammen vom Bundesamt für Justiz und wurden im Januar 2022 veröffentlicht. 

Insgesamt nahmen 9481 Jurastudierende an der Prüfung teil. 

Vollbefriedigende Examen gab es am häufigsten in Hamburg (39 Prozent), in Berlin (37,9 Prozent) und in Baden-Württemberg (31,4 Prozent). Selten wurde diese Note hingegen in Sachsen (18,1 Prozent), in Schleswig-Holstein (21,8 Prozent) sowie in Brandenburg (22 Prozent) vergeben. 

Insgesamt erlangten 2747 Kandidatinnen und Kandidaten (29 Prozent) die Note "Vollbefriedigend" . 

Eine "gute" Examensnote wurde im Saarland (12 Prozent), in Thüringen (9,5 Prozent) und in Sachsen-Anhalt (8,6 Prozent) am häufigsten vergeben. Selten gab es diese Note in Mecklenburg-Vorpommern (1,6 Prozent), Brandenburg (2,5 Prozent) sowie in Bremen (4,0 Prozent).

Im gesamten Bundesgebiet wurde diese Note 585 Mal vergeben. Dies macht einen Anteil von 6,2 Prozent.

Noch geringer war der Anteil der Kandidatinnen und Kandidaten, die ihr Examen mit der Note "Sehr gut" abschließen konnten. Im gesamten Bundesgebiet gab es nur 27 Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer (0,3 Prozent), deren Leistung mit der Bestnote honoriert wurde. Knapp die Hälfte davon, nämlich sage und schreibe 13 Kandidatinnen und Kandidaten bestanden in Bayern ihr Examen mit der Note "Sehr gut".

In den anderen Bundesländern wurde diese Note sehr sparsam bis gar nicht vergeben. In Baden-Württemberg gab es diese Note immerhin dreimal. In Berlin, in Sachsen-Anhalt sowie in der Rheinland-Pfalz konnten jeweils zwei Kandidatinnen und Kandidaten ihr Erstes Examen mit dieser Top-Note abschließen. In Thüringen und in Niedersachsen wurde diese Punktzahl jeweils einmal vergeben. In allen anderen Bundesländern vermochte niemand diese im Juristentum fast unerreichbare Punktzahl zu erlangen.

 

Über die Autorin:

Veronika Gebertshammer
Diplom-Juristin