Erfolgreich lernen im Jurastudium

Von Dr. h. c. Barbara Lange, LL.M. (London)

Wie lernt man richtig im Studium und wie lernt man richtig Jura? Seit Ihrem Studienbeginn haben Sie in vielen Veranstaltungen Literaturempfehlungen zum Jurastudium bekommen und Sie haben sich wahrscheinlich Lehrbücher und Skripte besorgt.

In Vorlesungen schreiben Sie manchmal mehr und manchmal weniger mit. Von fortgeschrittenen Studierenden, Tutor*innen, AG-Übungsleiter*innen, Professor*innen, Mentor*innen haben Sie viele Tipps erhalten. Das Problem: Manches war widersprüchlich. Es empfehle sich,

... in Veranstaltungen viel mitzuschreiben – nein: eher wenig mitzuschreiben, dafür besser zuzuhören;

… auf jeden Fall in alle angebotenen Vorlesungen zu gehen – nein: Vorlesungen, die man nur absitze, lieber sein zu lassen und dafür besser alleine intensiv zu lernen;

… unbedingt Karteikarten zu schreiben – nein: Karteikarten lieber noch nicht zu schreiben, da Sie als Anfänger*in noch nicht entscheiden könnten, was eigentlich wichtig ist;

… große Lehrbücher zu lesen, damit Sie tiefes Verständnis erhalten – nein: am Anfang große Lehrbücher noch nicht zu lesen, weil Sie erst Strukturen verstehen müssten und dafür „einfache“ Grundlagenbücher geeigneter seien;

… private Arbeitsgruppen zu gründen – nein: lieber noch keine zu gründen, weil dies im ersten Semester noch zu früh sei.

Zwei Empfehlungen für das Jurastudium

Nur bei zwei Empfehlungen herrschte Übereinstimmung: 

  1. Das Studium endet mit der Ersten Juristischen Prüfung und dafür sollen Sie sehr viel lernen.
  2. Sie sollen selbstständig Fälle lösen lernen und dafür viele Fälle lösen, weil die Klausuren nur aus Fällen bestehen. – Dass Sie viel lernen müssen, ist also klar, aber welchen Tipps sollen Sie nun folgen?

Damit Sie dies bald für sich persönlich entscheiden und einen individuellen Weg durch das Studium entwickeln können, nachfolgend eine kleine Navigationshilfe: Ich empfehle Ihnen, vor dem Lernen die Frage zu beantworten: WAS möchte ich WOZU WIE WOMIT und WANN lernen?

Was lernen im Jurastudium?

Welche konkreten Rechtsgebiete in einem Semester zu lernen sind, ergibt sich aus dem Studienplan Ihrer Fakultät in Verbindung mit der Prüfungsordnung. Es ist sinnvoll, schon am Anfang des Studiums eine Liste dieser Rechtsgebiete zu erstellen, die Sie dann nach und nach „abarbeiten“ können.

Ohne auf die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern einzugehen (dies müssen Sie konkret überprüfen), ergeben sich für den staatlichen Teil der Ersten Prüfung ca. 26 Rechtsgebiete.

Im Zivilrecht sind dies: Allgemeiner Teil des BGB, Schuldrecht Allgemeiner Teil, Vertragsrecht (Kaufrecht, Mietrecht, Werkvertragsrecht usw.), Bereicherungsrecht, Deliktsrecht, Sachenrecht, Familienrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Internationales Privatrecht, Zivilprozessrecht.

Im Öffentlichen Recht: Grundrechte, Staatsorganisationsrecht, Verfassungsprozessrecht, Allgemeines Verwaltungsrecht, Verwaltungsprozessrecht, Baurecht, Kommunalrecht, Polizeirecht, Europarecht, ggf. Staatshaftungsrecht.

Im Strafrecht: Strafrecht Allgemeiner Teil, Vermögensdelikte, Nichtvermögensdelikte, Strafprozessrecht. Hinzu kommen die Grundlagenfächer wie Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie.

Warum es sinnvoll ist, einen Überblick zu erstellen

Sicher haben Sie schon gehört, dass die meisten Studierenden sich ungefähr ein Jahr lang auf das Examen vorbereiten. Ein Jahr hat 52 Wochen – das bedeutet (vereinfacht gesagt und lediglich rein rechnerisch), Sie haben in der Examensvorbereitungsphase (nur) zwei Wochen für jedes dieser Rechtsgebiete Zeit. Es ist daher ein großer „Luxus“, ein Semester, d.h. 13 bis 15 Wochen lang, ein Rechtsgebiet systematisch erarbeiten zu können.

Dieser „Luxus“ ist vielen Studierenden leider nicht bewusst – denn das Examen scheint in so weiter Ferne und bis dahin sei so viel Zeit und man könne noch viele versäumte Lerntage nachholen …

Wenn Sie das Basiswissen dieser Rechtsgebiete aber im jeweiligen Semester nachhaltig lernen, hilft Ihnen das sofort im nächsten Semester, erleichtert Ihnen das Verständnis und Sie haben mehr Freude am Studium. 

Gerade im ersten Studienjahr stehen drei Rechtsgebiete auf dem Stundenplan, deren tiefes Verständnis aufgrund der vielen Querverbindungen zu anderen Rechtsgebieten außerordentlich wichtig für Ihr weiteres Studium ist: Diese Rechtsgebiete sind im Zivilrecht die Rechtsgeschäftslehre und der Allgemeine Teil des Schuldrechts sowie im Öffentlichen Recht die Grundrechte.

Vielen Studierenden wird die große Bedeutung des Allgemeinen Teil des Schuldrechts, insbesondere der Leistungsstörungen, und der Grundrechte erst in höheren  Semestern  bewusst. An vielen Universitäten werden beide Gebiete im zweiten Semester gelesen – wenn das dann das Sommersemester ist, bleibt an heißen Sommertagen manches auf der Strecke. Versuchen Sie, hier keine zu großen Lücken zu bilden!

Wozu lernen im Jurastudium?

Ziel des Jurastudiums ist, das „Recht mit Verständnis erfassen und anwenden“ zu können (§ 16 Abs. 1 BayJAPO; ähnlich die Prüfungsordnungen anderer Bundesländer). Es geht also beim Lernen im Jurastudium darum, „Verständnis“ zu entwickeln, d.h. die Normen nicht nur zu kennen (das ist Rechtskunde, nicht Rechtswissenschaft), sondern ihre Funktionen (ihren Zweck) zu verstehen, die von ihnen geschützten Interessen zu kennen und das Normverständnis auch kritisch zu hinterfragen.

Dazu gehört auch das Verständnis der Gesetzessystematik und der Querverbindungen zwischen verschiedenen Rechtsgebieten. Ihre Aufgabe ist es somit, die einzelnen Rechtsgebiete systematisch zu erarbeiten – mit dem Ziel, dass Sie die Normen verstanden haben und das dazu erlangte Wissen im Langzeitgedächtnis verankert ist.

Dann haben Sie das Recht mit Verständnis erfasst. Jetzt müssen Sie es aber auch anwenden können, d.h. ein weiteres Ziel Ihrer Lerntätigkeit ist, dass Sie das Wissen in einer Klausur erfolgreich zur Fall- und Problemlösung einsetzen können.

Wichtig: Ziel des Lernens ist nicht die Wiedergabe von Wissen, sondern die Problemlösung auf der Grundlage Ihres Wissens zu den Rechtsnormen und deren Zusammenhängen! Viele Studierende haben demgegenüber beim Lernen das Ziel, den Inhalt des Lehrbuchs oder der Vorlesung (auswendig) wiedergeben zu können.

Dabei konzentrieren sie sich auf den Stoff, der gerade dringlich erscheint, z.B. weil der Umfang einer Klausur auf diesen Stoff begrenzt wurde. Dies ist jedoch nicht das Ziel Ihres Lernens im Jurastudium.

Wie lernen im Jurastudium?

Voraussetzung dafür, das juristische Fachwissen zu erwerben und zu verstehen, ist eine gute Lernkompetenz, d.h. effektiv und effizient zu lernen. Auch für den Beruf ist diese Kompetenz sehr relevant, damit Veränderungen des Fachwissens schnell erfasst werden können (Stichwort: Lebenslanges Lernen).

Das Lernen und Verstehen „für das Langzeitgedächtnis“ erfordert für das Jurastudium ganz andere Lernstrategien als das kurzfristige Lernen vor Klausuren, das häufig unter Zeitdruck erfolgt, nachweislich langfristig in- effektiv ist und negativ daher auch als Bulimie-Lernen bezeichnet wird. Damit Wissen langfristig behalten wird und sich ein tiefes Verständnis bildet, müssen sich im Gehirn dauerhafte Nervenzellenverknüpfungen bilden.

Diese Verknüpfungen setzen Aufmerksamkeit und ein strukturiertes Lernen voraus, das mit dem Basis- und Grundlagenwissen beginnt und an die konkrete gesetzliche Regelung anknüpft. Dabei darf solides Grundwissen nicht mit oberflächlichem Wissen verwechselt werden. Erst nach und nach kann dann vertieftes Wissen daran angeknüpft werden. Weiter sind für das Entstehen dauerhafter Verknüpfungen im Gehirn Wiederholungen erforderlich.

Für das Langzeitgedächtnis ist Stoff erst dann gelernt, wenn er mehrfach, in der Regel mindestens dreimal, in sich vergrößernden Abständen (z.B. nach 48 Stunden, nach einer Woche, nach einem Monat) wiederholt wird. Ohne wiederholten Impuls zerfallen die Verbindungen im Gehirn einfach wieder. Zur Wiederholung eignen sich die Bücher aus der Reihe Prüfe dein Wissen (C.H.Beck) sehr gut. 

Lernen Sie aktiv für das Jurastudium

Stoff wird nachweislich schneller und länger behalten, je mehr aktive Lerntätigkeit man vornimmt,

  • indem man Hören und Sehen kombiniert,
  • indem man Wissen auch in bildhaften oder schematischen Darstellungen (z.B. in Ablaufdiagrammen, Schemata, Übersichten) selbst strukturiert,
  • indem man Fragen stellt oder anderen etwas zu erklären versucht. 

Zudem muss die Lernumgebung passen – stimmt die Lernatmosphäre nicht, ist das Gehirn durch die störenden Faktoren (Lärm, Hunger, Durst, Kälte, Hitze) abgelenkt. Zum effektiven und effizienten Lernen gehören auch regelmäßige Pausen – die Konzentrationskurve nimmt nach 45–60 Minuten erheblich ab, ohne dass man dies jedoch wirklich merkt.

Eine sogenannte Minipause von 5 bis 10 Minuten, in der man sich gedanklich nicht zu weit vom Stoff entfernt, kann die Leistungsfähigkeit für die nächste 45-60-Minuten-Lerneinheit erheblich erhöhen.

Nach den Erkenntnissen der Lernpsychologie möchte das Gehirn auch Abwechslung – das bedeutet, Lernen kann besser funktionieren, wenn nach zwei Stunden das Lernthema gewechselt wird. Da der Transfer des Wissens in das Langzeitgedächtnis vor allem nachts in bestimmten Tiefschlafphasen stattfindet, ist es förderlich, wenn man nach einem intensiven Lerntag auch ausreichend Schlaf bekommt.

Soweit man in der Vorlesung intensiv mitdenkt und das Gehörte verstanden hat, kann es daher auch besser sein, den Stoff nicht direkt nach der Vorlesung, sondern erst am Tag danach zu erarbeiten. Dann hat das Gehirn schon erste Verknüpfungen gebildet.

Die genannten Faktoren (Aufmerksamkeit, Struktur, Wiederholung, aktives Lernen, bildhafte Darstellung, Lernatmosphäre, Pausen) fördern nachweislich das Lernen. Wie Sie individuell diese Faktoren in Ihr Lernverhalten umsetzen, müssen Sie ausprobieren. Erfolgreiches Lernen ist somit die Summe guter individueller Strategien und so einzigartig wie Ihr Fingerabdruck.

Probieren Sie aus und finden Sie Ihre eigene Lernstrategie

Es gibt kein Patentrezept. Daher sind viele Lerntipps zum Studienbeginn lediglich als Anreiz zum mutigen Ausprobieren zu verstehen. Mein Lieblingsspruch unbekannter Herkunft lautet: „Lass dir aus dem Wasser helfen oder du wirst ertrinken“, sprach der freundliche Affe und setzte den Fisch sicher auf einen Baum. 

Beobachten Sie sich beim Lernen und finden Sie heraus, wie Sie persönlich gut und nachhaltig den juristischen Stoff so erarbeiten können, dass Sie am Ende des Semesters auf einen Wissensgrundstock zurückgreifen können.

Das rechtliche Analysieren und das gemeinsame Entwickeln einer Lösung kann man sehr gut in einer privaten Arbeitsgemeinschaft lernen. Eine solche funktioniert jedoch nicht von selbst. Es gibt weiterführende Literatur dazu, welche Punkte Sie bei der Gründung und Durchführung einer solchen privaten Arbeitsgruppe beachten sollten.

Zum nachhaltigen Lernen gehört weiter ein gutes persönliches Wissensmanagement. Das bedeutet, dass Sie Lerninhalte so verwahren, dass Sie später gut darauf zugreifen können.

Die Grundrechte werden Sie im gesamten Studium des Öffentlichen Rechts begleiten – es macht keinen Sinn, in jedem Semester und damit verteilt auf zahlreiche Ordner Detailwissen zu Grundrechten festzuhalten. Überlegen Sie im ersten Studienjahr, wie Sie Ihr Wissen für später aufbereiten und aufbewahren wollen.

Die Fallbearbeitung ein wichtiges Thema im Jurastudium 

Beim systematischen Erarbeiten von Rechtsgebieten ist immer das Lernziel „Problemlösekompetenz in der Fallbearbeitung“ zu beachten. Umfangreiches Wissen ist nahezu wertlos, wenn es in der Klausur und später in der Berufspraxis methodisch nicht richtig angewendet werden kann.

Es ist sinnvoll, sich bei jedem Markieren im Lehrbuch, bei jedem Wissensexzerpt zu fragen, auf welche gesetzliche Regelung sich dieses Wissen bezieht und welche Rolle es für eine Problemlösung in einer Fallbearbeitung spielen kann.
 
Viele Studierende könnten hervorragende Referate über die gelesenen Inhalte halten oder würden Wissenstests hervorragend bestehen. Dies ist jedoch in den Prüfungen im Jurastudium (und auch später in der Praxis häufig) nicht gefragt. Über der Stoffmenge vergessen viele Studierende das eigenständige Falltraining, zu dem auch das Trainieren der Sachverhaltsanalyse gehört.

Mit Falltraining ist das schriftliche oder zumindest mündliche Ausformulieren einer Falllösung und nicht das Abhaken von Voraussetzungen mit „(+) oder (-)“ gemeint. Viele Studierende beobachten ein Semester lang die Lehrenden bei der Fallbearbeitung und vertrauen darauf, dass sie diese Lösungsschritte auch selbst entwickeln könnten und das Ausformulieren in der Klausur dann schon gelingen wird. Das ist ein Trugschluss.

Auch der Führerschein wird nicht bestanden, wenn Prüflinge erst im Moment der Fahrprüfung vom Beifahrersitz auf den Fahrersitz wechseln. Meine Empfehlung ist, regelmäßig das Ausformulieren einer überzeugenden, methodisch richtigen Falllösung auf Klausurpapier zu trainieren und dabei die sprachliche Ausdrucksfähigkeit zu verbessern. Damit erlernen Sie, wie man Rechtsauffassungen entwickelt und überzeugend vertritt. Lesen Sie sich Ihre Lösung anschließend laut vor. Wie hört sich das an? Finden Sie sich überzeugend? Gibt es noch Brüche in Ihrer Argumentation?

Womit lernen im Jurastudium?

Die Auswahl des Lernmaterials, das heutzutage in nahezu allen Formen (Lehrbücher, Falllösungsbücher, Studienkommentare, Skripten, Hörbücher, Podcasts, Karteikarten, juristische Ausbildungszeitschriften wie JuS und JA, Internetquellen) vorhanden ist, muss ebenso höchst individuell erfolgen.

Es gibt derart zahlreiche hervorragende Lehrmaterialien zu jedem Gebiet (auch außerhalb von Empfehlungslisten), dass es sich lohnt, sich einen Überblick über das Angebot zu verschaffen und nach einer Vorauswahl einige Materialien abschnittsweise Probe zu lesen oder zu hören.

Wann lernen im Jurastudium?

Das Jurastudium (wie auch später der Beruf) erfordert ein gutes Zeit- und Ressourcenmanagement, Motivation, Selbstdisziplin, Arbeitsorganisation, Planungskompetenz, Belastbarkeit, Stressresistenz – kurzum: ein professionelles Selbstmanagement. Und auch hier ist alles sehr individuell.

Absolut strukturiert Studierende und eher „chaotische“ Typen können gleichermaßen erfolgreich sein, sofern sie ihre Stärken kennen und mit ihren Schwächen umgehen können. Studien-, Semester- und Wochenpläne können helfen, die Lern- und Wiederholungszeiten richtig zu „takten“.

Soweit es möglich ist, sollte Lernen zu Tageszeiten erfolgen, in denen man sich voraussichtlich sehr gut konzentrieren kann. Manche sind eher am Vormittag, manche eher am Nachmittag bis in die Nacht hinein besonders leistungsfähig. Viele Bibliotheken haben inzwischen sehr lange oder sogar die ganze Nacht geöffnet. Es lohnt sich, auf den eigenen Chronotyp (eher Frühaufsteher oder Nachtmensch) Rücksicht zu nehmen.

Setzen Sie sich inhaltliche Ziele

Setzen Sie sich konkrete inhaltliche Lernziele, also bestimmte Themen und Themenkomplexe, z.B. Vollmacht, anstatt Ihren Lernerfolg am Durcharbeiten einer bestimmten Anzahl von Seiten im Lehrbuch zu messen. Bei Zeitknappheit ist dem Falltraining der Vorrang vor dem Erlernen von weiterem Detailwissen einzuräumen. Denken Sie daran, dass Aufmerksamkeit die wichtigste Voraussetzung für Lernen ist.

Wenn Sie sich trotz bester Vorsätze immer wieder ablenken lassen oder das Lernen aufschieben, empfiehlt es sich, darüber nachzudenken, welche kleinen Zeitdiebe oder Hindernisse (Smartphone mit sozialen Medien und Internet, TV, privater Schwatz, Nicht-Nein-Sagen-Können, ungeordnete Lernunterlagen oder Desorganisation auf dem Schreibtisch, Selbstüberlastung, fehlende Pläne) Ihnen zu schaffen machen.

Für alle diese Hindernisse gibt es einfache und gute Lösungen. Der wichtigste Schritt ist, sich ihrer bewusst zu werden und aktiv nach individuell wirksamen Lösungen zu suchen.

Fazit zum Lernen im Jurastudium

Denken Sie an die Ziele des juristischen Lernens: Langzeitgedächtnis, tiefes Verständnis der Normen und ihrer Zusammenhänge, Fähigkeit zur methodisch richtigen Anwendung in der Fallbearbeitung. Arbeiten Sie strukturiert und systematisch immer nahe am Gesetz und vergessen Sie das Wiederholen nicht. Trainieren Sie die Analyse von Sachverhalten und die Fallbearbeitung.

Erfolgreich lernen im Jurastudium heißt auch sinnvoll mit Empfehlungen umgehen lernen. Probieren Sie unterschiedliche Lernstrategien aus. 

Und vor allem: Reflektieren Sie Ihr Lernverhalten fortlaufend und lernen Sie, mit Ihren Schwächen umzugehen. Dann wird Ihr individueller Weg durch das Jurastudium erfolgreich sein.

Über die Autorin:

Dr. h. c. Barbara Lange, LL.M. (London) ist Rechtsanwältin und Prüferin für das Landesjustizprüfungsamt Bayern in der Ersten und Zweiten Juristischen Staatsprüfung. Als Lehrbeauftragte führt sie an zahlreichen Universitäten Kurse zur Examensvorbereitung, zum juristischen Lernen und zur Förderung von Schlüsselkompetenzen durch. Sie ist Autorin des Erfolgsberaters für das gesamte Studium Jurastudium erfolgreich (C.H.Beck Verlag, 8. Aufl. 2015) und zahlreicher weiterer Beiträge zum effektiven Lernen im Studium.

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