„Drei Fragen an...“ Hauke Hansen

von Hauke Hansen

1. Warum sind Sie Jurist geworden?

Ich kann nicht behaupten, dass ich schon als Teenager Jura studieren wollte, um die Ungerechtigkeit der Welt zu bekämpfen. Zu Schulzeiten habe ich regelmäßig für Zeitungen gejobbt, ich konnte mir eher vorstellen, „irgendwas mit Medien“ zu machen. Und wenn’s dafür nicht reichen sollte, irgendwas mit Politik oder Sport.

Jemand hat mir dann erzählt, mit einem Jurastudium könne man beruflich fast alles machen – neben den klassischen juristischen Berufen auch Journalismus oder politische Jobs. Dann bin ich an die Kieler Uni gefahren, um mir zwei Jura-Vorlesungen anzuhören – und hatte Glück: In einer ging es um die Zulässigkeit des finalen Todesschusses der Polizei. Das war das erste Mal, dass mich ein juristisches Thema fasziniert hat.

Aber seien wir ehrlich: Eigentlich habe ich mit dem Jurastudium angefangen, um mich nicht festlegen zu müssen. Aber weil‘s mir gefallen hat, bin ich dabeigeblieben.

2. Wodurch zeichnet sich die Tätigkeit bei „FPS“ aus?

FPS war mein erster Arbeitgeber, und nach inzwischen 17 Jahren bin ich noch immer hier. Das sagt eigentlich schon alles. Routine – im negativen Sinne – hat sich nie eingestellt, weil sich mein Tätigkeitsfeld IT/IP alle paar Jahre immer wieder verändert hat.

Angefangen habe ich mit der Jagd nach Softwarepiraten und gefälschten gebrannten Datenträgern, mit Hausdurchsuchungen und harten Auseinandersetzungen vor Gericht. Zeit im Hinterzimmer habe ich nie verbracht. Dann kam die Digitalisierung mit Apps, der Cloud, die Start-up-Szene und datenschutzrechtliche Fragen bei Gesichtserkennungssoftware oder personalisierter Werbung.

FPS hat mit all diesen technischen Entwicklungen Schritt gehalten. Wir haben uns bewusst gegen ein System entschieden, bei dem von oben herab alles genau vorgeschrieben ist. Das ermöglicht es den einzelnen Teams, aber auch schon jungen Associates eigene Schwerpunkte zu setzen – egal ob es um inhaltliche Vorlieben, die Organisation von Veranstaltungen oder Veröffentlichungen geht.

Zudem hat sich FPS in den letzten Jahren in allen Bereichen professionalisiert: Marketing & PR, Human Resources, Legal Tech und Legal Project Management; außerdem haben wir mit der FPS Consult eine eigene GmbH gegründet, über die wir unsere selbstentwickelte Schulungssoftware, den „Kompass“, vermarkten oder unseren Mandanten externe Datenschutzbeauftragte stellen. FPS ist auf der Höhe der Zeit, und jeder kann sich einbringen.

3. Inwieweit hat sich die Personalarbeit in der Corona-Pandemie verändert und wie fördern Sie Ihre Mitarbeiter?

Die Personalführung in Zeiten von Corona habe ich als deutlich herausfordernder empfunden als vorher. Business as usual war keine Option. Ich vermisse die persönlichen Kontakte mit meinen Mitarbeitern sehr. Teams & Co. können zwar die dienstlichen Besprechungen ersetzen und dabei sogar Zeit sparen. Aber die kurzen Gespräche zwischen Tür und Angel sind weniger geworden. Erst zwischen den Stockwerken in unserem Bürogebäude, dann auch innerhalb des eigenen Teams. Außerdem sind unsere Events wie Weihnachtsfeiern, Sommerfeste und Associate-Stammtische ausgefallen.

Arbeitgeber müssen erkennen, dass sie austauschbarer werden, wenn alle Mitarbeiter im Homeoffice für sich alleine arbeiten. Umso wichtiger ist es, das Team zusammenzuhalten. Wir halten regelmäßige Videokonferenzen ab. In denen bleibt neben der dienstlichen Abstimmung auch Zeit, um ein bisschen zu schnacken, Privates zu teilen.

Zudem haben wir geschaut, für wen das Homeoffice das Richtige ist. Die Entfernung zum Wohnort, die familiäre Situation und der jeweiligen Arbeitsstil spielen dabei eine wichtige Rolle. Und wir haben uns Raum für individuelle Lösungen gelassen. All das im intensiven Dialog mit unseren Mitarbeitern. Und die ausgefallenen Feiern haben wir so gut es geht ersetzt, vor Kurzem durch eine Online-Zaubershow mit Nicolai Friedrich.

 

Mehr Infos zum Arbeitgeber finden Sie im Arbeitgeberprofil.