Umsatzsteuer 2018 – so halten Sie Ihr Wissen up-to-date

von Fabian Bertram, Rechtsanwalt auf dem Gebiet des Steuerrechts und des steuerlichen Verfahrensrecht sowie Autor und Dozent

Panta rhei – alles ist im Fluss. Das gilt insbesondere auch im Umsatzsteuerrecht. Neben regelmäßigen gesetzlichen Veränderungen kommt es hier durch Anweisungen der Finanzverwaltung und Rechtsprechung der deutschen Finanzgerichtsbarkeit sowie des Europäischen Gerichtshofs zu ständigen, auch unterjährigen, Veränderungen.

Darüber hinaus hat die Europäische Kommission zahlreiche Reformvorschläge für die Mehrwertsteuer auf den Weg gebracht, die – vorausgesetzt, dass die Mitgliedsstaaten sich einig werden – zum Teil schon in den nächsten Monaten umgesetzt werden sollen und erhebliche Veränderungen in der Umsatzbesteuerung nach sich ziehen werden.

Dabei geht es zum einen um Reformen bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen und Lieferungen an Privatkunden innerhalb der EU, wie zum Beispiel eine Ausdehnung der Sonderregelung bei elektronischen Dienstleistungen auf andere grenzüberschreitende Dienstleistungen.

Zum anderen soll es einen grundlegenden Systemwechsel bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen und Lieferungen im B2B-Bereich, wie die Einführung des „zertifizierten Steuerpflichtigen“, eine Neuregelung der Reihengeschäfte sowie die Einführung einer EU-Konsignationslagerregelung geben.

Darüber hinaus wird es durch eine Änderung des Umsatzsteuergesetzes zu einer einheitlichen steuerlichen Behandlung von im europäischen Binnenmarkt gehandelten Gutscheinen kommen. Durch die bereits im Entwurf des Gesetz zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften (vormals Jahressteuergesetz 2018) vorgesehene Gesetzesänderung wird die sogenannte Gutschein-Richtlinie (Richtlinie (EU)2016/1065) zum 1. Januar 2019 in nationales Recht umgesetzt. Danach wird künftig die umsatzsteuerliche Behandlung eines Gutscheins davon abhängen, ob ein Einzweck- oder ein Mehrzweck-Gutschein vorliegt.

Allein diese Beispiele zeigen, dass bei der Beratung in umsatzsteuerlichen Sachverhalten auch weiterhin eine Vielzahl von Rechtsänderungen zu beachten sein wird. Um Mandanten in diesem Zusammenhang sicher beraten zu können, ist eine kontinuierliche Fortbildung folglich unerlässlich.

Viele Berufsträger und Mitarbeiter in Steuerberatungskanzleien stehen jedoch gleichzeitig vor dem Dilemma, dass Fortbildungen in vielen Fällen zeitaufwendig sind und nicht in unmittelbarer Nähe zur Kanzlei stattfinden. Dieser Aufwand der Anreise muss zusätzlich einkalkuliert werden. Die klassischen Präsenzfortbildungen finden zudem in der Regel nur einmal jährlich statt, wodurch sie nicht in der Lage sind auf aktuelle Entwicklungen im Steuerrecht auch tatsächlich zeitnah einzugehen.

Eine hervorragende Alternative oder zumindest Ergänzung zu den klassischen Präsenzfortbildungen bieten insofern E-Learning Formate. Die Vorteile vom webbasierten Selbststudium liegen auf der Hand: Online-Kurse ermöglichen aufgrund des vergleichsweise geringen logistischen Aufwands für die Teilnehmer, in sehr kurzen Zeitabständen auf Änderungen in der Rechtsprechung oder auf solche von Verwaltungsanweisungen einzugehen. Dadurch werden Berufsträger und Mitarbeiter in Steuerberatungskanzleien in die Lage versetzt, ad hoc auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren und die Mandanten auf daraus resultierende notwendige Änderungen hinzuweisen. Soweit sich beispielsweise im Bereich der Umsatzsteuer aufgrund aktueller Rechtsprechung der Umsatzsteueranwendungserlass ändert, was auch unterjährig vielfach vorkommt, kann eine nicht (mehr) zutreffende Behandlung und Deklaration von Umsätzen zeitintensive Korrekturen nach sich ziehen. Gleichzeitig lässt sich auf diese Weise für die Kanzleien das Haftungsrisiko reduzieren.

Die zeitliche Einteilung der Zeit für Fortbildungen ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Klassische Präsenzseminare sind meist ganztägig, dauern mindestens aber mehrere Stunden an.

Bei digitalen Seminaren verhält es sich deutlich komfortabler. So werden z. B. in den Online-Seminaren der Firma E-WISE einzelne Themenblöcke gegliedert und in einem oder mehreren Teilen à 60 Minuten angeboten, die sich zudem beliebig unterbrechen, fortsetzen und auch wiederholen lassen. Das garantiert Effizienz und die Aufmerksamkeit der Teilnehmer. Gleichzeitig wird die Lernmotivation durch an schließende Lernziel- und Verständnisfragen gesteigert. Dies ermöglicht es dem Teilnehmer zum einen mögliche Wissenslücken zu identifizieren, zum anderen wird es ihn motivieren, diese Wissenslücken zu schließen.

Die Herausforderung das eigene Wissen kontinuierlich up-to-date zu halten ist für Berufsträger und Mitarbeiter in Steuerkanzleien folglich enorm. Mit digitalen Seminaren steht ihnen allerdings ein wertvolles Tool zur Verfügung, um diese Herausforderung effizient und flexibel zu meistern.

Quelle DStR 36/2018